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Zentral gelegen

Die Neustadt, Europas größtes Gründerzeitviertel

Das Hostel liegt mitten im Stadtteil Dresden Neustadt. Das ist auf der gegenüberliegenden Elbseite zur historischen Altstadt, zu der es 4 Straßenbahnhaltestellen oder zu Fuß ca. 30 Minuten sind.

Die Neustadt ist das kulturelle Zentrum Dresdens, nirgendwo gibt es so viele verschiedene Clubs, Veranstaltungsorte, Kneipen, Street-Art etc. Besonders im Sommer sitzen viele Gäste und Bewohner einfach auf der Straße, trinken Bier und schwatzen. Hier wohnen immer noch Punks wie auch Rechtsanwälte, es ist ein buntes Gemisch verschiedenster Weltanschauungen und Lebensweisen und das Leben findet hier immer noch auch auf der Straße statt, besonders zum Stadtteilfest „Bunte Republik Neustadt“ Mitte Juni.

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90% der heute hier stehenden Häuser stammen aus der Gründerzeit um die vorletzte Jahrhundertwende herum. Während die Innenstadt Dresdens im Februar 45 dem Erdboden gleich gebombt wurde, blieb die Neustadt im Wesentlichen verschont. Deswegen ist der Name etwas irreführend, in Wirklichkeit stehen hier einige der real ältesten Häuser Dresdens.

In der DDR war die Neustadt alles andere als attraktiv. Kaum eine Wohnung verfügte über ein Bad, das Klo befand sich meist außerhalb der Wohnung, geheizt wurde mit Kohle. Die Abwertung der Neustadt sowohl im baulichen wie auch im sozialen Bereich zeigte nicht nur negative Folgen. Es entstand ein Freiraum für Randgruppen und Menschen, die mit dem DDR-Regime nichts anzufangen wussten. In der Neustadt war Platz für unkonventionelle Lebensstile. Zu den neu zugezogenen Gruppen gehörten vor allem junge Leute, zu einem großen Teil Studenten und Künstler, die sich als Schwarzmieter leerstehende Wohnungen aneigneten. Durch sie bekam der Stadtteil eine neue Prägung: die Bunte Neustadt war geboren, ein Image, das auch heute noch anhält.

Die Wende wirkte sich auf alle aktiven Neustädter prägend aus. Dies war nicht nur die politische Dimension, sondern vielmehr das Aufflackern einer Utopie, ein gemeinsam getragendes Gefühl: zusammen sind wir stark, wir können etwas bewegen, alles ist möglich. Diese Hoffnungen und, wie man im Nachhinein feststellen muss, Illusionen, setzen enorme Energien frei.

Das Jahr 1990 kann als Schlüsseljahr für die nun folgende Entwicklung der Neustadt gesehen werden. Nie zuvor und nie danach wurde so umfassende Freiheit erfahren. Projekte, Kneipen und Initiativen schossen wie Pilze aus dem Boden. Es war niemand da, der diesem Spriessen hätte Einhalt gebieten können. Das Fehlen jeder Obrigkeit wurde mit vollen Zügen ausgekostet.

Aufgrund ihrer bevorzugten Lage und reizvollen, alten Bausubstanz, strahlt die Neustadt für Investoren eine besondere Attraktivität aus. Seit 1991 gilt die Neustadt offiziell als Sanierungsgebiet und ist seitdem bis heute von der grauen Tristesse zu einem sehr beliebten, weil zentralen und intakten Wohnviertel geworden.

Damit einhergehend auch die Kommerzialisierung. Weg von Hausbesetzern, Schwarzmietern, illegalen Kneipen, hin zu einer bunten Kneipenvielfalt, die wohl deutschlandweit ihresgleichen sucht, hin zu feinen, kleinen und teuren Klamottenläden, zu Anti-Grafitti-Kampagnen etc.

Wer bei uns übernachtet sollte wissen, daß dieser Stadtteil der Lebendigste in Dresden ist. Das bedeutet einerseits sämtliche Kneipen und Ausgehmöglichkeiten direkt vor der Haustür zu haben. Andererseits aber eben auch, eventuell abends einen gewissen Lärmpegel zu tolerieren, weil Menschen in Kneipen und auf der Staße nunmal nicht gerne flüstern.