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Oktober 21, 2008

Kategorie: Neuigkeiten, Unsere Gäste — Schlagwörter: ,
tobi @ 3:10 am

Eine Spanierin in Dresden

Es gibt ja viele Gäste in einem Hostel. Manche davon prägen sich besonders ein. Bei mir war es eine Spanierin. Die gute hatte sich eine Woche bei uns eingemietet und sich offensichtlich in den Kopf gesetzt, den Service in vollem Umfang zu nutzen. Schon bei der Anreise – noch bevor sie eingecheckt war – mietete sie ein Fahrrad. Soweit kein Problem. Jetzt kommt die erste sensationelle Aufgabe. Ich solle ihr doch freundlicher Weise den Sattel niedriger schrauben, denn so könne sie unmöglich mit dem Rad fahren. Nun muss man dazu sagen, dass sie genauso groß/klein (Ansichtssache bei 1,70) war wie ich. Ich hätte mit dem Rad locker fahren können. Bei dem niedriger schrauben handelte es sich auch nur um sagenhafte 2cm. Aber was solls, ich bin ja schließlich kein Unmensch. Also schnell an den Werkzeugkasten und nach einem passenden Schraubenschlüssel gesucht. Von den schätzungsweise 30 Schlüsseln im Kasten, passte dann auch schon der vorletzte – war ja klar! Als die gute Tat vollbracht war und ich schon alles zusammenpackte, eröffnete sie mir, dass nun ja wohl auch der Lenker niedriger zu stellen sei! Wie jetzt? Auch zwei Zentimeter? Ich dachte mir dann aber, dass entfällt wegen Bodennebel! Erstens war das ja nun gar nicht notwendig und schließlich hat sie morgen eh wieder ein anderes Rad. Außerdem waren inzwischen schon reichlich andere Gäste zum einchecken angereist und zerteilen kann man sich ja auch nicht.

Am nächsten Tag wollte sie dann auch wieder ein Rad leihen. Leider waren schon aller vergeben. Darufhin schaute sie mich an als ob eine Welt zusammenbricht. Sie wollte doch schließlich wieder mit dem Rad fahren. Ich erklärte ihr, da sei nichts zumachen, wenn keine mehr da sind. Sie schaute mich weiter tieftraurig an. Je nun, ich kann doch aber auch keins herzaubern. Sie entschloss sich dann im Wohnzimmer zu warten bis ein Rad zurück ist. Dazu muss man sagen, der Tag war außerordentlich sonnig und warm. Die Chance das eins Rad noch am Vormittag zurück kommt also äußerst gering. Aber gut, wer in der Stube sitzen will … aber in Spanien scheint ja öfters die Sonne, da muss hier ja nicht raus wenn das Wetter gut ist. Jedenfalls entschloss sie sich gegen Mittag, dann doch zu Fuß loszugehen und sich etwas zu Essen zu kaufen. Etwa eine halbe Stunde später macht es „Rums“ aus dem Rezeptionstresen. Das „Rums“ verursachte ein ein tiefgefrorener Lachs! Nun gut wir haben ja eine Gästeküche. Ich dachte mir sie wird schon wissen, was sie mit dem machen will – mal abgesehen davon, dass sie den wohl kaum schafft. Weit gefehlt, sie hatte keine Ahnung wie sie den zubereiten sollte. Nun gut, ein Rezept lässt sich im Internet ja finden. Aber mal ehrlich, wer kauft sich denn in nem fremden Land, in einer fremden Küche und ohne jegliches Kochtalent nen Tiefkühlfisch? Sie war jedenfalls ein interessanter Gast. Ich denke auch andere Rezeptionisten hatten mit ihr noch ihre Freude.

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